Daten und Fakten zum B2 Entlastungstunnel Starnberg

Ziel und Notwendigkeit der Baumaßnahme:

Entlastung der hochbelasteten Ortsdurchfahrt von Starnberg im Zuge der Bundesstraße 2 (Weilheim - Starnberg - München) vom Durchgangsverkehr.

Verkehrsbelastung / Verkehrsentlastung:

Für das Jahr 2020 werden ohne Maßnahme folgende täglichen Verkehrsstärken prognostiziert:
Weilheimer Straße: ca. 18.600 Kfz/24h
Hauptstraße: ca. 24.600 Kfz/24h
Münchner Straße: ca. 40.000 Kfz/24h
Durch die geplante Maßnahme wird täglich eine Verkehrsmenge von 18.000 Kfz/24h in den Tunnel aufgenommen. Durch den geplanten Tunnel wird die vorhandene Bundesstraße 2 in der Innenstadt von Starnberg in der Weilheimer Straße bis zu 65%, in der Hauptstraße bis zu 47% und in der Münchner Straße bis zu 45% vom Verkehr entlastet. Durch den Entlastungstunnel werden zusätzlich die Parallelstraßen zur B 2 entlastet.

Tunnellänge:

Länge des Tunnels 1.878 m. Dazu die Rampe Süd mit 200 m Länge (bis Franz-Heidinger-Straße) und die Rampe Nord mit 102 m Länge. Gesamtlänge des Bauwerks: 2.180 m.

Bauarbeiten:

Bauweise: bergmännisch in einer Länge von 1.689 m, offen nur 189 m.
Nach Inbetriebnahme sind keine Beeinträchtigungen, auch für die Bewohner im Süden und im Norden von Starnberg, gegeben.

Bauzeit:

Die Bauzeit beträgt ca. 4 Jahre. Nur am Nordportal kommt es zu kurzzeitigen Umleitungen in der Verkehrsführung. Dort muss für 5 1/2 Monate der PKW-Verkehr zusätzlich über die Rheinland- und Ferdinand-Maria-Straße auf eine Fahrspur geführt werden. Danach wird auch im Bereich des Nordportals bergmännisch gearbeitet. Das Stadtzentrum wird durch den Bau nicht belastet, wie auch wieder in dem Gutachten von Prof. Kurzak bestätigt wird.

Sicherheitseinrichtungen im Tunnel:

1m breite Notwege beidseitig, 6 Notausstiege, 4 Pannenbuchten.
Alle 300 m behindertengerechte Rettungsstollen zu einer Schutzschleuse. So schreibt es das Bundesverkehrsministerium vor.

Energiebilanz

Die Kosten der Abluftbehandlung im Tunnel sind ihr Geld wert, denn die Tunnelluft wird mit Druck durch den Kamin gepresst und dann in großer Höhe verwirbelt. Bei einer oberirdischen Straßenführung jedoch verbleiben alle ausgestoßenen Schadstoffe in Bodennähe. Der Landshuter Tunnel, mit dem Starnberger Tunnel vergleichbar, hat in 10 Betriebsjahren ohne Störungen gearbeitet und zu keinen Beanstandungen geführt. Er wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt regelmäßig auf seine Umweltverträglichkeit geprüft. Es wurden dort niemals messbare Lärm- oder Schadstoffbelastungen festgestellt. Der Energieverbrauch zur Tunnelentlüftung steht in keiner Relation zu dem hohen Energieverzehr, verursacht durch viel zu lange Umwege einer Umfahrung.

Dringlichkeitseinstufung:

Seit 1992 im "Vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans.

Finanzierung:

Die Kosten der Errichtung des Tunnels sowie des laufenden und des künfigen Betriebs trägt der Bund. (Am Umbau der einmündenden Straßen sind der Freistaat Bayern, die Deutsche Bahn und die Stadt Starnberg beteiligt.)
 

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